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  • Testanlage Diavolezza Schneiseil © Mayk Wendt
    Testanlage Diavolezza Schneiseil © Mayk Wendt
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24.02.2021

Von Bartholet mitentwickeltes Schneiseil im Test

Eines der bedeutendsten Projekte zum Thema Klimawandel und Gletscherschmelze hat einen grossen Fortschritt erzielt. Seit Anfang Februar 2021, ist die neue Schneiseil- und Ice-Stupa-Testanlage an der Talstation Diavolezza im Oberengadin in Betrieb. Dr. sc. nat ETH Felix Keller, Kopf des Gletscherprojekts MortAlive, Glaziologe und Experte für Schnee und Permafrost, setzt damit einen weiteren Meilenstein im Kampf gegen das Gletschersterben.

Ziel der Anlage ist es nicht nur, das Abschmelzen des Morteratschgletschers zu verlangsamen, sondern auch weltweit die existenzbedrohende Wasserknappheit in Gebirgsregionen zu lindern. Im Rahmen des Gletscherpflegeprojekts MortAlive wird eine neue, bodenunabhängige Schnei-Technologie entwickelt. Diese soll es erstmals ermöglichen, Gletscher zu beschneien, um sie als Süsswasserspeicher zu erhalten. Die Hochschule Luzern entwickelte in Zusammenarbeit mit Bartholet und Bächler Top Track ein Schneiseil mit fünf Düsen. «Solange Schnee auf dem Eis liegt, ist es geschützt. Denn Schnee reflektiert die einfallende Sonneneinstrahlung und isoliert vor warmen Sommertemperaturen», erklärt Felix Keller. Herkömmliche Beschneiungsanlagen mit Lanzen können aufgrund des sich bewegenden Untergrund (Gletscher oder Permafrost) nicht eingesetzt werden.

 

Neben dem Schneiseil entsteht an der Talstation Diavolezza auch ein sogenannter Ice-Stupa. Ice Stupas wurden im Himalaya-Gebiet in Indien erfunden und kommen bisher nur dort in Ladakh zur Bewässerung im trockenen Frühjahr zum Einsatz.

 

Mehr Informationen zum Projekt:

www.glaciersalive.ch

www.glacierexperience.com

www.coverprojectfoundation.ch

 

 

Bilder: © Mayk Wendt

  • Testanlage Diavolezza Schneiseil © Mayk Wendt
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