Neue Erschliessung für Blatten: Bartholet realisiert RopeTwin-Anlage
Mit dem Spatenstich für das Projekt Wiler–Weissenried beginnt die Realisierung einer neuen Erschliessung für das bislang isolierte Dorf Weissenried. Planung, System und Umsetzung verantwortet die Bartholet Ropeways AG mit Sitz in Flums. Die Anlage wird in einer Bauzeit von nur neun Monaten realisiert und soll ab Mitte Dezember 2026 eine ganzjährige Verbindung zwischen Wiler und Weissenried sicherstellen.
Die neue Verbindung ist ein zentraler infrastruktureller Schritt für Blatten. In alpiner Topografie und unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen entsteht eine Lösung, die auf hohe Betriebssicherheit und Verfügbarkeit ausgelegt ist. Sie gewährleistet sowohl den Personentransport als auch logistische Abläufe und sichert während des gleichzeitig laufenden Baus der neuen Kantonsstrasse die Grundversorgung sowie den Zugang für Rettungskräfte nach Blatten.
Zum Einsatz kommt das RopeTwin-System von Bartholet – eine modulare Plattform für komplexe Einsatzszenarien. Sie basiert auf standardisierten, bewährten Komponenten, die projektspezifisch angepasst werden können. Dadurch lässt sich eine hohe technische Zuverlässigkeit mit effizienter Umsetzung verbinden. „RopeTwin ist eine praxiserprobte Lösung für komplexe Situationen. Standardisierte Komponenten, projektspezifisch angepasst, ermöglichen Qualität und Effizienz zugleich“, so CEO Markus Menzi.
Schnelle Bauzeit, hohe Wartungsfreundlichkeit, minimale bauliche Eingriffe
Die kompakte Bauweise reduziert Eingriffe in die Umgebung und beschleunigt die Umsetzung unter schwierigen topografischen Bedingungen. Gleichzeitig sorgt das System für hohe Wartungsfreundlichkeit und niedrige Betriebskosten über den gesamten Lebenszyklus. Die Anlage ist auf maximale Verfügbarkeit ausgelegt und ermöglicht eine effiziente Instandhaltung – eine wichtige Voraussetzung für eine stabile Infrastruktur an einem abgelegenen Standort.
Als Schweizer Hersteller realisiert Bartholet einen wesentlichen Teil der Wertschöpfung im Inland. Entwicklung, Engineering und zentrale Fertigung erfolgen in der Schweiz, was kurze Entscheidungswege, hohe Flexibilität und konsequente Qualitätskontrolle ermöglicht. Unterstützt wird das Unternehmen durch die industrielle Stärke der HTI Gruppe. Deren Unternehmen, darunter Prinoth, waren bereits im Zusammenhang mit dem Bergsturz in Blatten mit Spezialfahrzeugen im Einsatz.
Für den Transport kommt eine Panoramakabine im Design von Studio F. A. Porsche zum Einsatz. Sie bietet Platz für bis zu acht Personen und eignet sich sowohl für den Personen- als auch für den Materialtransport.
„Das Projekt Blatten zeigt, wofür Bartholet steht: die zuverlässige und sichere Umsetzung anspruchsvoller Infrastruktur in kurzer Zeit. Die Realisierung in nur neun Monaten ist das Ergebnis von Systemdenken, Erfahrung und Schweizer Wertschöpfung“, sagt Markus Menzi.